Wie alles begann…
Baiba ist ein Sommerkind-das blühende Leben - „Himmelhoch
jauchzend zu Tode betrübt“.
Sie ist am 22. Juni ´ 82 in dem wunderschönen Städtchen
Aizpute (Latvija) geboren.
Ihre Eltern haben schon früh die musisch-künstlerische Ader in Baiba erkannt. Sie haben früh angefangen, die Musikalischen und Künstlerischen Fähigkeiten ihrer Tochter zu
fördern.
Schon bevor das Kind in die Musikschule kam, sang es Lieder
und klimperte auf ihrem roten kleinen
Spielklavier. Was nicht mit dem heutigen Plastikkram und mit den Wegwerf-Produkt
die die Spielzimmer schmücken zu vergleichen ist. Baibas rotes Ungeheuer war ein hochwertiges „Miniatur Klavier“, es umfasste
ein Oktave von „do bis do“und hatte einen runden wohlklingenden Klang. Zusammen
mit dem roten Ungeheuer begab sich das Kind auf eine Konzertreise, es spielte „unter
dem Tisch in der Küche“ oder „auf dem roten Teppich im Wohnzimmer“ und auch mal
auf dem Balkon, wo das Kind zusammen mit dem Staatsorchester Singende Flieger, Meisen, Spatz, Lerche, Zilpzalp, Amsel, Dohle, Specht und
Tauben Erstaufführungen von der Weinbergschnecke aufführte…dafür Standing Ovation und Jubelrufe von den Blaublütigen bekam…
Ihre Eltern hatten
eine übersichtliche aber buntgemischte Platensammlung: Bach-Beethoven-Tschaikowsky-Abba-Modern
Talking…
Natürlich hatte der Plattenspieler auch die moderne Einrichtung für Tänzer, so
dass Baiba auf der Platte den Fuchs Plüschtier oder einen anderer professionellen Tänzer hinstellen könnte, der
dann passend zur Musik: Pirouetten, Ballone oder Cabriole ausführte.
Als ihre Eltern die Platte von Tschaikowskys ersten Klavierkonzert auflegten, war das Kind nicht
mehr zu bändigen. Es ahmte den
Dirigenten und den Pianisten nach, spielte auf dem Plattencover, wo eine
Klaviertastatur abgebildet war… war einfach Feuer und Flamme und verliebte sich
in dem Klang und das Wesen des Klaviers.
Eines Tages fragte
ihr Vater: Welches Instrument möchtest Du lernen? Die Antwort war nicht überraschend, welche das
Kind gab: KLAVIER
Aber die kleine vierköpfige Familie besaß noch kein Klavier und es war zu der Zeit viel schwieriger, eines zu bekommen.
Der Vater versuchte das Kind umzustimmen und ihm das
Akkordeon schmackhaft zu machen, denn ein Akkordeon hatten sie vor einem Jahr
in Moskau für Baibas großen Bruder gekauft.
Aber das Kind bestand drauf: KLAVIER
Wie durch einen Zufall wurden unmittelbar danach in Auce, wo die bis Dezember ´85, vier-, danach fünfköpfige Familie lebte,
wirkte und musizierte, im Spielzeuggeschäft
eine Handvoll Riga-Klaviere angeboten.
Schwups! Baiba bekam
Klavier und probierte gleich aus einen „Bär“ oder „Mäuschen“….Regen, Regenbogen
oder „Häschen auf der Flucht von einem Fuchs“ musikalisch auf dem neuen Klavier
darzustellen….
Nun musste Baiba nur die Aufnahmeprüfung in der Musikschule
bestehen.
Ihr Charme, ihre Stimme und ihr Rhythmusgefühl
überzeugte. Baiba konnte anfangen,
Klavier zu lernen und das Tierische Ungeheuer des KLAVIERS zu bändigen….